Lochmaster

    • Hallo
      Ich baue meine Schaltungen zu 90% mit Streifenleiterplatten auf und ätze nur relativ selten Leiterplatten.

      Nun können Streifenleiterplatten bei größeren Projekten sehr schnell ins Chaos führen. Muss man doch ständig zwischen der Bauteilseite und der spiegelverkehrten Leiterbahnseite umdenken. Auch die Planung ist nicht so einfach, da man nur schwer abschätzen kann, wieviel Platz man braucht. Weiter ist eine Fehlersuche nicht ganz so einfach. Gut nach nun schon über 30 Jahren Elektronikbasteleien bekommt man einige Erfahrung. Was aber oft nicht wirklich hilft.

      Schon 1995 bin ich auf das Programm Lochmaster aufmerksam geworden. Da ich von der Firma Abacom seit dem einige Programme nutze. Mir war das Programm aber immer zu teuer. War ich doch immer der Meinung, für 50 Euro kann ich mir schon eine große Tüte Bauteile kaufen.

      Nun habe ich aber doch zugeschlagen und muss sagen, ich hätte mir das Leben schon viel eher, sehr viel leichter machen können. An meinen Erfahrungen möchte ich Euch natürlich teilhaben lassen.

      Am letzten Dienstag hat der Postbote das Programm Lochmaster 4.0 gebracht.

      Für meine zur Zeit, auf zu bauende Schaltung einer Servosteuerung für 8 Servos, habe ich erstmals das Programm Lochmaster 4.0 genutzt. Das Programm lässt sich problemlos bedienen und nach einer halben Stunde spielereien hat man es im Griff.

      Lochm01.png Die Leiterplatte ist inzwischen so gut wie fertig geplant.

      Da mir in der Bauteilliste das passende Relais fehlte, habe ich dieses selber gezeichnet. Mit ein wenig Erfahrung mit Vektorgrafiken, ist das auch kein Problem. Allerdings ist die Bedienung zuerst nicht ganz logisch.

      Lochm02.png Mit der Prüfspitze kann man sehr einfach alle verbundenen Bauteilanschüsse überprüfen und gegebenenfalls Leiterbahn-Unterbrechungen setzen, um Kurzschlüsse zu verhindern. Oder fehlende Verbindungen aufspüren.

      Lochm03.png Sehr angenehm ist, das man zum bearbeiten der Rückseite, die Leiterplatte nicht wenden muss, so daß das lästige umdenken auf die spiegelverkehrten Rückseite entfällt.

      Lochm04.png Natürlich kann man auch die Leiterplatte wenden. Nur so kann man sie später auch richtig bearbeiten.

      Lochm05.png Bei diesem Projekt habe ich der Übersicht wegen, ein paar Kabel auf der Rückseite geplant. Schaltet man nun den Röntgenblich ein, hat man auch diese Kabel immer im Blick.

      Lochm06.png Mit der Funktion "Freie Bereiche anzeigen", ist es sehr einfach freie Leiterbahnen zu finden, um Bauteile oder Verbindungen zu setzen.

      Nun ist es kein Problem in diesem Projekt Bauteile zu verschieben, um den Platz besser nutzen zu können oder Brücken anders zu setzen. Die Planung der Leiterbahn-Unterbrechungen kann hier auch ständig angepasst werden.
      Also wer schon einmal mit einem Layout-Programm gearbeitet hat, wird die Bedienung sofort zu schätzen wissen.

      Lochm07.png Natürlich besitzt das Programm auch eine Druckfunktion.

      Hier kann ich das Projekt je nach Wunsch in Farbe oder in Graustufen drucken. Beim Druck sind alle gewünschten Ansichten wählbar. Mit den 1zu1 Ausdrucken ist es nun nur noch eine Kleinigkeit die Streifenleiterplatte zu bearbeiten.

      Steckboard.png

      Für Versuche habe ich mir einmal ein Steckboard als ein Leiterplattenlayout gebastelt. So kann man Projekte die man auf einem Steckboard geplant hat, übernehmen und abspeichern. Um sie später noch einmal verwenden zu können und aufbauen zu können. Hier habe ich einmal nur so eine kleine Blinkschaltung aufgebaut.

      Also ich kann das Programm Lochmaster 4.0 wirklich empfehlen.

      Gruß Rolf

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rapido ()

    • Rolf,
      dann würde ich mal TARGET3001 versuchen. Für deine Anwendungen reicht die Demo, die kostet nix.

      Auch da könntest du dir zunächst ein leeres Lochrastermuster legen (und das für Projekte wiederverwenden) und dann die Bauteile und Brücken legen.
      Ich empfand den Schaltungsentwurf auf den Lochplatten ohne Layoutprogramm immer sehr fehlerträchtig.

      Gruß Bernd.
    • Hallo,

      ich arbeite schon länger mit Lochmaster. Ich bevorzuge die Lochstreifenraster-Platinen.
      Das Arbeiten mit dem Programm geht recht gut. Natürlich muss man aufpassen, dass die Verbindungen passen.
      Platinen herstellen über Fotolayout und Ätzen ist für Massenware gut, aber für Einzelstücke oder Kleinstserie viel
      zu aufwendig.

      Gruß
      Siegfried
    • Bernd schreibt schrieb:


      dann würde ich mal TARGET3001 versuchen. Für deine Anwendungen reicht die Demo, die kostet nix.


      Auch da könntest du dir zunächst ein leeres Lochrastermuster legen (und das für Projekte wiederverwenden) und dann die Bauteile und Brücken legen.
      Ich empfand den Schaltungsentwurf auf den Lochplatten ohne Layoutprogramm immer sehr fehlerträchtig.
      TARGET3001 ist nicht geeignet, genau wie andere Layoutprogramme. Man kann sich zwar ein Lochrastermuster legen, aber die Unterbrechungen zu setzen wird da richtig Kompliziert.

      Das ist halt die Stärke von Lochmaster das es genau auf diese Streifenraster-Platinen ausgelegt ist. Und es ist wirklich ein einfaches arbeiten mit diesem Programm.

      Gruß Rolf