Etschweiler-Teil 1 - Die Santa-Monika-Schlucht

  • Etschweiler-Teil 1 - Die Santa-Monika-Schlucht

    Die Santa-Monika-Schlucht bei Etschweiler
    Beginn: Frühjahr 2011

    Hallo Leute,

    es darf stark angenommen werden, dass niemand die im Titel genannte und landschaftlich reizvolle Schlucht nahe des winzigen Ortes Etschweiler
    (nicht zu verwechseln mit der schönen Stadt Eschweiler am Nordhang der Eifel) kennt — denn ich habe eben erst angefangen, jene Schlucht zu
    bauen und den Ort Etschweiler selbst gibt es auch noch nicht...

    Der Bau eines Moduls oder zumindest erstmal eines Dioramas ist angesagt. Und da ich von der Eisenbahnerei, wie schon gelegentlich erwähnt, sehr wenig bis überhaupt keine Ahnung habe, beschränke ich mich auf eine eingleisige Strecke mit einem Abzweig, welcher nach kurzer Zeit völlig verwahrlost an einem ehemaligen und mittlerweile verlassenen Schrottplatz endet. Das aber erst VIEL später.

    Zugtechnisch also eher trist...

    Mein Augenmerk wird auf den Techniken des Landschaftsbaus und dem Aufbau kleiner Szenen in und um die Santa-Monika-Schlucht liegen sowie auf den
    Randbereichen des noch nicht existierenden erwähnten Ortes Etschweiler.

    Da ich nicht allzu oft dazu komme, an dem Modul weiterzubauen, werden die Fortschrittsbilder eher gemächlich hier landen. Ostern (2011) steht aber
    vor der Tür und da wird nichts geätzt, sondern mal ausgiebig an diesem Projekt gebaut.

    Also --- wen es interessiert, hier mal die ersten Bilder vom Aufbau der Schlucht.

    Das Modul wird 100 x 50 cm groß sein, die Schlucht erst mal sozusagen offline und außerhalb des Moduls gebaut, das erleichtert die Arbeit erheblich.

    Basismaterial sind zwei Schichten Styrodur in dezentem Altlila, mit Holzleim zusammengeklebt und am Boden auf einer 3mm-Hartfaserplatte befestigt.



    Mit den üblichen Mordwerkzeugen wie Stechbeitel und Raspel wird der Styroduroberfläche eine erste Struktur verpasst. Das Bachbett der Schlucht liegt etwa auf 80mm Tiefe, was einer Realhöhe von ordentlichen 12,8 Metern entspricht. Mittig über die Schlucht führt später eine Brücke; zu genau diesem Zweck ist die 30-Meter-Bogenbrücke entstanden (KT072; bissel Werbung muss sein...)



    Anschließend wurde mit der Heiluftpistole darüber 'geleuchtet', was eine sehr brauchbare und felsige Struktur zum Vorschein bringt. Auf gute
    Raumdurchlüftung in Richtung Wohnzimmer sorgen, damit die Lebens(-abschnitts)gefährtin auch mitbekommt, dass man heftig am Arbeiten ist.



    Die Beschichtung der Styrodurfelsen erfolgt mit einer Gipsmischung, die etwa ein Fünftel bis ein Viertel feines gesiebtes Sägemehl enthält. Der Gips ist Baugips mit 30 min Topfzeit. Durch das Sägemehl wird eine sehr geschmeidige Masse erzeugt, die dann mit einem Malerpinsel (struppige Naturborsten, ca. 2cm breit) aufgetragen wird. Die Gipsschicht muss nicht sehr dick sein und wird durch die Füllung mit Sägemehl trotzdem sehr widerstandsfähig.



    Nach dem Auftrag erfolgte eine Trockenzeit von etwa zwanzig Minuten, dann wurden mit dem gleichen Pinsel die Gesteinsschichten eingearbeitet. Wo die Gipsmischung schon zu trocken war, wurde etwas frische Massse aufgestrichen. Jetzt war natürlich unbedingt eine Stellprobe der Brücke fällig:



    Sobald die Beschichtung grifffest war, erfolgten die ersten Arbeiten am Bachbett und erste farbliche Versuche, dieses mit Tiefe zu versehen. Ob
    der Bach nun ein Rinnsal oder ein reißender Bach wird, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ganz klar — das macht schließlich auch den Reiz
    des Modellbauerns aus.





    Die ersten Begrasungsbemühungen mit der mittlerweile umgebauten Fliegenklatsche (Mühsam, mühsam...besonders in Vertiefungen, da muss irgendwann was Anderes her) bilden den Grundstock für die spätere üppige Vegetation in der Santa-Monika-Schlucht. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, welches Modellwasser letztlich in das Bachbett kommt, wurde darauf geachtet, dass dabei auch eventuell noch eine "Heiße" Lösung zum Einsatz kommen kann, also werden, solange das Wasser noch nicht drinnen ist, auch keine überhängenden Bäume etc. verbaut werden.





    Der illegale Grillplatz wird später dem BDMSS (Bund Der Militanten Schlucht-Schützer) natürlich ein Dorn im Auge sein, denn man weiß ja nie, was bei solchen Grillfeten alles angestellt wird...





    Rund um die Höhle könnte irgenwann auch mal eine kleine Story entstehen:



    Erste Baum-Versuche...





    Der Wasserfall wird wohl noch eine Herausforderung werden:



    Das was bis jetzt zu sehen war, entstand im Zeitraum von ca. 4 Wochen, aber immer nur wieder mal ein paar Minuten unter der Woche und die eine oder andere Stunde am Wochenende.

    Soweit erst mal. Wenn es was Neues gibt führe ich den Baubericht fort. Kommentare, Tipps und Anregungen sind, wie immer, gerne gesehen; vielleicht ein bissel auf das Projekt beschränken, damit sich der Fred von späteren Generationen (eingebildet simmer heut' wieder garnet...) besser lesen lässt.



    Viele Grüße,

    Edgar
    :D
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    Echt ätzend:
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  • Raimundt, hast Du Streichhölzer im Haus? Kopf ab, dann ein paar mal über feines Sandpapier gezogen und du hast optimale Balken.
    Mit freundlichen Grüssen aus der Sonne, Claus drunk

    Früher war mehr Lametta!

    Man muß Gedanken bis zu dem Punkt multiplizieren, wo es nicht genug Polizisten gibt, die sie kontrollieren können.
    Stanislaw Jerzy Lec